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Vocale
Blieskastel
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Collegium Vocale
Blieskastel
Pressespiegel 2000-2004
13. Nov. 2004: Bruckner
Messe f-moll
Frömmigkeit
dringt durch den Gesang
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Das
Konzert in der St. Ingberter Kirche St. Hildegard mit dem Chor der
Kirche unter der Leitung von Christian von Blohn überzeugte
das
Publikum am Samstagabend restlos. Als Solisten waren (rechts im Bild,
von links) Eva Leonardy (Sopran), Marion Thienel (Alt), Wolfram
Wittekind (Tenor) und Siegmund Nimsgern (Bariton) dabei. Foto:
Dörr |
Rasend
schnelle
Chorpassagen und Instrumentenläufe sowie ein mit Wagnerisch
berauschender Farbigkeit aufspielendes Orchester machten die
Aufführung
der Messe f-Moll und des Te Deum Anton Bruckners am Samstag zum
Ereignis. Das Publikum war begeistert.
Ein
bombastisches, und doch von der Musik her
mit
tiefer Frömmigkeit durchdrungenes Chorereignis erlebten die
Besucher
beim Konzert am Samstagabend in der Kirche St. Hildegard bei der
Aufführung mit der Messe f-Moll und dem Te Deum von Anton
Bruckner.
Dass
die Konzerte in der Hildegardkirche unter Leitung von Christian von
Blohn immer ein besonderes Erlebnis sind, hat sich schon lange
herumgesprochen, wie der Besucherandrang beweist. Und so war die Kirche
bereits lange vor Beginn des Konzertes voll besetzt. Dieses Konzert
ragte aber unter allen durch die Macht seiner musikalischen Aussage und
die hoch stehende und harmonische musikalische Qualität der
Aufführung
heraus. Was noch größer zu bewerten ist, da es doch
durch die vielen
für diese Werke notwendigen Musiker des
Rundfunksinfonieorchesters
Saarbrücken etwas eng im Chorraum war und für den um
das Collegium
Vocale Blieskastel und Gastsängern erweiterten Chor der
Hildegardkirche.
In
allen Werken Bruckners scheint seine tiefe,
fast bäuerliche Frömmigkeit durch. So kam das
"Kyrie", Herr, erbarme
dich, bittend, flehend vom Chor und den Solisten. Rasend schnelle
Chorpassagen und Instrumentenläufe dann beim Gloria, vom Chor
alles
fordernd und die Soprane wie in allen Sätzen der Werke in die
höchsten
Höhen jagend, vom mit Wagnerisch berauschender Farbigkeit
spielenden
Orchester unterstützt. Dass dabei der Sopran, auch dank der
vielen
jugendlichen Stimmen vom Collegium Vocale, so sauber bis in die
höchsten Höhen kam, verdient besonderes Lob,
ebenfalls die gute
Aussprache vom ganzen Chor. Das schnell angegangene und
vorandrängende
Tempo durchzuhalten, ermöglichte von Blohn durch sein
eindeutiges und
klares Dirigat, dass er dank seiner großen Hände und
langen Arme auch
ohne Taktstock ungemein präzise angab.
So
kam dann eine
Gesamtleistung aller zu Stande, wie man sie hier schon lange nicht mehr
gehört hat und bei der trotz aller Monumentalität der
Musik die
schlichte und tiefe Frömmigkeit Bruckners hörbar
wurde. Dieses "Credo"
(Ich glaube) Bruckners kam besonders beim Credo der Messe durch, bei
dem der Chor immer wieder bis ins Amen dieses Credo auch in die
Solistenstellen einwirft als unumstößliche
Bestätigung. Im Benedictus
klang die Verklärtheit der Adagios seiner Sinfonien an. Viel
beschäftigt waren auch die Solisten im Konzert, lässt
doch Bruckner die
herausragenden Glaubenssätze oft durch Solostellen aussagen.
Dies tat
kräftig durch ihre klar-strahlende Sopranstimme Eva Leonardy,
die
kurzfristig für die beruflich verhinderte Barbara Gilbert
eingesprungen
war und auch Marion Thienel mit ihrem Alt. Einen besonderen Stellenwert
im gut harmonierenden Solistenquartett hatte Wolfram Wittekind mit
seinem bis in die Höhe geschmeidigen und klaren Tenor,
besonders im Te
Deum bei der Stelle "Salvum fac populum" gefragt und
überzeugend
singend, und Siegmund Nimsgern, der seine Bühnenerfahrung
für eine gut
überzeugende Glaubensaussage stimmlich gut einzusetzen wusste.
Nach
der wundervoll im Gleichgewicht schwingenden Thematik der f-Moll-Messe
erstrahlte das Te Deum mit seiner kühnen Harmonik herrlich
urtümlich,
und wie aus Granit gemeißelt seine Ecksätze. In
diesem Ambrosianischen
Lobgesang, bereits zur 1100-Jahrfeier St. Ingberts in St. Josef vom
dortigen Kirchenchor erklungen, bringt Bruckner seinen ganzen Glauben
ein. Hier übertraf sich der Chor fast noch gegenüber
der Messe:
sauberste Intonation, klare textliche und musikalische Interpretation.
Eine großartige Leistung, wurden die Werke doch in nur drei
Monaten
einstudiert! Es war ein Fest für die Ohren, vom Publikum mit
stehenden
Ovationen bedacht.
12. Juli 2003:
A-Cappella-Konzert St. Ingbert
Selten
so gelauscht
"Das große Abend-
und Morgenlob" in der Blieskasteler Schlosskirche
Vesperliturgie zur Hochsommerzeit
- und wer auf den Besuch gespannt war, wurde angenehm
überrascht:
Die Blieskasteler Schlosskirche war an diesem Hochsommerabend
hervorragend
besetzt. Im Rahmen des diesjährigen "Festivals russische
Musik" der
Musikfestspiele Saar hatte das Collegium Vocale Blieskastel zu einem
außergewöhnlichen
Konzert eingeladen.
"Das große Abend- und
Morgenlob" von Sergej Wassiljewitsch Rachmaninow stand auf dem
Programm.
Und um es gleich vorwegzunehmen: Es war ein wundervoller Konzertabend,
ein wahres Chor- und Klangerlebnis.
(...) Rachmaninows Vesperliturgie
op.37 "Das große Abend- und Morgenlob" für
gemischten Chor a
Cappella entstand im Jahre 1915. Das Collegium Vocale Blieskastel mit
seinem
Leiter Christian von Blohn, weit über die Grenzen der Region
ein Begriff,
hatte sich im Rahmen der Musikfestspiele Saar dieses Werkes angenommen
und man weiß, das Christian von Blohns Konzerte immer ein
Garant
für Qualität sind. Und man wurde auch bei diesem
Konzert nicht
enttäuscht.
Das Werk wurde in russischer
Originalsprache aufgeführt, schon dies eine
außergewöhnliche
Leistung des Chores. Und die Vesperliturgie fordert den Chor:
Hochkonzentriert
bis zum letzten Ton mussten die Sängerinnen und
Sänger sein,
und die Atmung wurde strapaziert. Aber man merkte den
Sängerinnen
und Sängern auch an, dass es Spaß macht, unter
Christian von
Blohn zu singen. Er ist ein fordernder, oft auch ungeduldiger Dirigent,
dessen riesige Hände per se schon Autorität
ausstrahlen. Diese
Hände faszinieren bereits beim Klavierspiel, beim Dirigat
werden sie
zur Regie. Mal schwingen sie wie Vögel durch den Raum, dann
wieder
wirken sie bestimmt und geradlinig, um dann fordernd und herauslockend,
mitunter auch böse drohend zu bestimmen. Kurzum, der Dirigent
hat
seinen Chor diszipliniert in der Hand, die Sänger lassen sich
bereitwillig
auf die Führung ein. Es gibt nichts zu kritisieren, das Werk
ruhte
in sich, das Hören wurde zum Genuss. Und dann gab es drei
Zugaben
nach einem Riesenbeifall. Bereits vorher war die Leistung so
überzeugend,
dass es einmal Zwischenbeifall gab. Man kann es verstehen, so
überragend
die Aufführung, so wunderbar das Klangerlebnis. Selten hat man
eine
solch abgerundete Leistung von einem nicht professionellen Chor
gehört.
10. März 2002::
A-Cappella-Konzert St. Ingbert
40-stimmig
durch fünf Jahrhunderte
Wie in einen mittelalterlichen
Dom versetzt fühlten sich die Zuhörer beim
jüngsten Konzert
des Collegium Vocale Blieskastel
Geistliche Chormusik aus
fünf Jahrhunderten stand auf dem Programm des Blieskasteler
Collegium
Vocale, begonnen mit dem 40-(!)stimmigen Werk "Spem in alium" von
Thomas
Tallis aus dem 16. Jahrhundert. Acht Chöre zu je fünf
Stimmen
Sopran, Alt, Tenor und zwei Mal Bass interpretierten das Werk, rund um
den ganzen Chorraum aufgestellt. Von wenigen Stimmen begonnen,
entwickelte
sich nacheinander der Klang von Stimme zu Stimme und von Chor zu Chor,
bis im Takt alle 40 Stimmen zusammen erklangen, sich ab- und wieder
aufbauten,
wobei sich insgesamt vier Mal alle Chöre zusammen vereinten
und so
mit diesem vielfältigen Klang ein einmaliges
Hörerlebnis bescherten.
Fast noch mehr "Mittelalter" vermittelnd erklang von Gregorio Allegri
das
"Misere" neunstimmig, aufgeteilt in zwei Chöre, wobei der
kleinere
Chor von der Orgelempore aus sang. Mit dieser Vertonung des 51. Psalms,
geschrieben für die Zeremonien der Karwoche in der
päpstlichen
Sixtinischen Kapelle, erklang ein weiteres passendes Werk zur
Passionszeit.
Bei diesem teils polyphonen
Strömen der Stimmen, teils homphonen
Falsobordoneklängen, mehrmals
unterbrochen von monodischen Antiphonen, gesungen von
Männerstimmen,
fühlte man sich in einen mittelalterlichen Dom versetzt.
Dieser Hauch
aus dem Mittelalter blieb wie Weihrauchduft über dem ganzen
Konzert
hängen, selbst noch bei dem zeitgenössischen Werk von
Zoltán
Kodály. Dass dieser Eindruck des Zaubers der Jahrhunderte so
stark
vermittelt wurde, war dem ungemein gut vorbereiteten und stilistisch
geschulten
Collegium Vocale zu verdanken. Der Chor bewältigte die
schwierigen
Werke sicher und sauber. Aus ihrem anfänglichen "Tief" bei den
Antiphonen
kamen die Männer schnell heraus und sangen danach mit einer
Stimme
wie eine gute Klosterschola.
In venezianischem Charakter
des 16. Jahrhunderts blieb es dann selbst bei den achtstimmigen, auf
Bibeltexte
von Johannes Brahms komponierten "Fest- und Gedenksprüchen".
Hier
hatten die Soprane ihre Parts, teilweise in den hohen Lagen des "ewigen
Schnees" zu bewältigen. Der Chorklang wallte in den
Kirchenraum, kultiviert
im Forte, innig und homogen in den Piano-Stellen. Höchste
Erregtheit,
passend zum aufgebrachten Jesus im "Jesu und die Krämer" von
Zoltán
Kodály, vermittelte der Chor mit seinem ausdrucksstarken,
aus dem
Text heraus gestalteten Gesang, teilweise in Extremlagen für
die hohen
Stimmen. Selbst in den ruhigen Passagen will Kodály keinen
"schönen"
Klang, sondern die Atmosphäre von Krämern vermitteln.
Eine weitere großartige
Leistung des Collegium Vocale war dann die achtstimmige Motette "Der
Geist
hilft unserer Schwachheit auf" von Bach. Christian von Blohn ging die
Motette
sehr schnell an, selbst die Fugenstelle und den Abschluss-Choral. Die
Struktur
des Werks, die dabei leicht untergeht, machte von Blohn durch gute
dynamische
und fein abgestufte Gestaltung hörbar.
Es war eine insgesamt großartige
Leistung des Chores, sowohl musikalisch als auch körperlich,
denn
die Stimmen wurden bei diesen selten zu hörenden Kompositionen
stark
strapaziert. Trotzdem hat der Chor bis zuletzt, sogar noch bei der
wegen
des starken Applauses gegebenen Zugabe "Denn es will Abend werden" von
Josef Rheinberger stimmlich sauber und physisch gut durchgehalten. Die
Hörer erlebten mit dieser Geistlichen Chormusik aus
fünf Jahrhunderten
ein einmaliges Klangerlebnis und zudem ein kurzweiliges
Konzert.
16.
September 2001: A-Cappella-Konzert Blieskastel
Konzertbesucher
vom Chor umringt
Das Collegium Vokale und
Torsten Laux an der Orgel gestalteten den Auftakt des
Euroklassic-Festivals
2001
Zusammen
mit den Saarpfälzischen Musiktagen hatte man zum Auftakt des
Festivals
Euroklassik 2001 in Blieskastel zu dem Konzert "Chormusik aus vier
Jahrhunderten
mit Orgel" in die Schlosskirche eingeladen. Mitwirkende waren das
Collegium
Vocale Blieskastel unter der Leitung von Christian von Blohn, dem auch
die Gesamtleitung des Konzertes übertragen war, und an der
Orgel brillierte
einmal mehr Torsten Laux.
Um es vorweg zu sagen, es
war ein grandioses Konzert, alle Gäste zeigten sich am Ende
tief beeindruckt
von der Leistung des Chores und des Organisten. Und die Veranstalter
waren
wohl auch zufrieden, denn die Schlosskirche war voll besetzt. (...)
Und dann das Collegium Vocale:
Sicherlich eine positive Ausnahmerscheinung in der Reihe der regionalen
Chöre. Was wunder auch bei diesem Dirigenten, Christian von
Blohn.
Da gab es ein glanzvolles "Miserere" für Chor, Favoritchor und
Schola
von Gregorio Allegri, das in seiner Eindringlichkeit faszinierte. Auch
die Fest- und Gedenksprüche für Doppelchor von Brahms
- als hätte
man bei der Programmwahl eine Vorahnung gehabt.
Und dann das "Spem in alium"
von Thomas Tallis. Christian von Blohn hatte zu Beginn kurz etwas
über
die Entstehung erzählt, wobei er davon sprach, dass Tallis mit
dieser
Motette zu 40 (!) Stimmen "Englands Ehre gerettet" habe. Man hat
Ähnliches
in Blieskastel noch nicht gehört, man spürte den
Sängerinnen
und Sängern schon vor Beginn der Aufführung und auch
in einigen
Passagen die Nervosität an. Es mag auch sein, dass ein solches
Werk
vielleicht bis zur Auftrittsreife noch etwas mehr Probezeit
hätte
haben können, um den Aufführenden die notwendige
Sicherheit zu
vermitteln.
Aber genug der kleinlichen
Kritik: Es war faszinierend! Schon die Aufstellung des Chores im
Kirchenschiff
war ein glänzend gewähltes Arrangement,
glücklich, wer genau
in der Mitte saß. Die Motive wanderten durch die einzelnen
Stimmen,
um sich während des Stückes und vor allem am Ende zu
einem beeindruckenden
musikalischen Klanggebilde zu vereinen. Allerdings hätte man
die Reihenfolge
ändern sollen, dieses Werk hatte nicht an den Anfang
gehört.
"Spem in alium" am Ende des Konzertes wäre auch im Sinne einer
besseren
Konzertdramaturgie sinnvoller platziert gewesen. Das mag man
bedauern,schmälert
aber einen großen Konzertnachmittag und die Leistung der
Beteiligten
nur höchst unwesentlich.
Noch ein Wort zum Konzert
in Zusammenhang den dramatischen Ereignissen ein paar Tage zuvor in
Amerika:
Es hätte des Argumentes dass ja auch Sportveranstaltungen
durchgeführt
werden, als Legitimation nicht bedurft. Die ausgewählte
Literatur
hätte in diesen Tagen passender nicht sein können.
Wie hieß
es da an einer Stelle: "Oh Herr, wir wissen nicht, was wir beten
solle".
Christian von Blohn zitierte zu Beginn den Psalmvers "Der Herr wird
sein
Volk segnen in Frieden". An diesem Nachmittag war dieses Konzert
sicherlich
für viele wenn auch nur ein schwacher, aber dennoch
hilfreicher Trost
für das Unfassbare. Aus dem geplanten Konzert ist ohne Worte
eine
ungeplante Trauerfeier geworden. Da hat jegliche Kritik zu
verstummen.
Tolle
Raum-Effekte
Euroklassik in Blieskastel:
"Collegium Vocale"
Die
Massen strömten am Sonntag förmlich in die
Blieskasteler Schlosskirche
zum Euroklassik-Konzert. Chormusik aus vier Jahrhunderten mit Orgel
stand
auf dem Programm - ein nichts sagender Titel, doch die Namen der
Ausführenden
hatten die Besucher angelockt, bürgen doch das "Collegium
Vocale Blieskastel"
und der Organist Torsten Laux für Qualität.
Der Engländer Thomas
Tallis (1505-1585), ein Meister der Satzkunst, schuf eine
berühmte
Motette für acht fünfstimmige Chöre "Spem in
alium non habui"
(Hoffnung in einen anderen fehlt mir). Er selbst konnte sie nicht
komplett
mit Chor ausführen und nutze Instrumente als Ersatz.
Chorleiter Christian
von Blohn stellte bei der Motette seine Sänger so auf, dass
sie die
Besucher umringten und mit der Musik umhüllten. Die
Raumwirkung war
unglaublich: Die Melodie wurde von oben, also mit hohen Tönen,
aufgebaut
bis alle ringsum im Forte sangen. Danach begann alles von unten - und
dem
Schlussteil setzten die Sopranspitzen ihr Krönchen auf.
In
der Karfreitagsliturgie
der Sixtinischen Kapelle gelten Gregorio Allegri (1582- 1652) und sein
"Miserere" ("Erbarmen") als meisterhaft. Von der päpstlichen
Kapelle
wurde es ängstlich vor unberufenem Abschreiben
gehütet. Doch
der 14-jährige Wolfgang Amadeus Mozart hörte es und
schrieb es
aus dem Gedächtnis auf. In Blieskastel sang es der Favoritchor
mit
sehr hohem Sopran auf der Empore, die Schola war im Chor integriert.
Auch
hier waren die Zuhörer von dem Klang eingefangen.
Das
"Collegium Vocale" ist
ein hervorragendes Instrument, mit dem sein Leiter präzise
Musik macht.
So auch in der Rheinberger-Zugabe "Herr, bleibe bei uns, denn es will
Abend
werden". Wieder umstanden die Sänger die Zuhörenden.
(...)
8.
April 2001: Bach Johannespassion
Von
der tiefen Textaussage geprägt
Begeisternde Aufführung
der Bachschen Johannespassion in der Hildegardskirche - Chor und
Solisten
überzeugten
In
St. Ingbert konnte man am Sonntag eine Aufführung der
Johannespassion
von Johann Sebastian Bach erleben, an der von den gesanglichen
Leistungen
her künftige sicherlich gemessen werden
müssen.
Das "Collegium Vocale" Blieskastel
und die Solisten unter Leitung von Christian von Blohn boten in der
vollbesetzten
St. Ingberter Hildegardskirche am Sonntagnachmittag eine ungemein
homogene
Interpretation, in allen Stimmen geprägt von der tiefen
Textaussage.
(...)
Durch
die vielen jungen
Sopranstimmen kamen die hohen Stellen "Herr" prägnant und
schneidend-scharf.
Vor allem aber wurden alle Choräle des Werkes, vom "Collegium
Vocale"
ganz aus dem Text her gestaltet, mitempfunden und mit einer kaum zu
überbietenden
Homogenität sowie lebhaften dynamischen Schattierungen
gesungen, zu
einem Erlebnis. Kontrastierend dazu die kernig-eindringlichen und
emotionalen
Chöre der aufgewühlten, fanatischen Volksmasse. Eine
Glanzleistung
des flexibel mitgehenden Chores! (...)
Es
war eine insgesamt großartige,
begeisternde Gesamtleistung aller Ausführenden, für
die sich
die Besucher mit nicht enden wollendem, herzlichen Applaus bedankten.
22.
Dezember 2000: Bach Weihnachtsoratorium
Weihnachten
im Glanz des Weihnachtsoratoriums
In der Schloßkirche
wurden alle sechs Teile des Bachwerkes bei festlichem Konzert
aufgeführt
- Äußerst gelunge Darbietung
Die
Aufführung des gesamten Weihnachtsoratoriums von Johann
Sebastian
Bach hat sich bewährt. Das Publikum in der Blieskasteler
Schoßkirche
zeigte sich äußerst versiert und war begeistert.
(...)
Der Chor zeigte sich in Hochform,
ohne jede Schwäche, präzise Einsätze und
Musikalität
als Grundvoraussetzung, viel Volumen, ja auch über sechzig
Stimmen
stark, feinfühlig im Ausdruck, raffinierte Synkopen mit
Leichtigkeit,
intime Zusammenhänge sehr fein und eher verborgen. (...)
Eine
äußerst
gelungene Darbietung des Orchesters. Wie die Aufführung
insgesamt
auch. Erst verhaltener, dann tosender Beifall in der Kirche, der nicht
enden wollte - und das alles zurecht.
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